Kerpen-Horrem, 16.06.2023. Für das Erreichen der Klimaziele des Landes soll der Klimaschutz bereits in jeder kommunalen Planung mitgedacht werden. Ein zentrales Instrument dafür ist sicher die kommunale Bauleitplanung. Zu diesem Thema fand am Mittwoch ein Workshop, der gemeinsam mit der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz, NRW.Energy4Climate und dem Energie-Kompetenz-Zentrum (EkoZet), organisiert wurde, statt.

Wie sehen die konkreten Einflussmöglichkeiten der Bauleitplanung aus? Wie wird aus einem Klimaschutzziel eine Festsetzung im Bebauungsplan? Diesen und ähnlichen Fragen widmete sich Andrea Murauer von der Kommunal Agentur NRW, vor dem fachkundigen Publikum aus Klimaschutzmanager*innen und Stadt- und Raumplanerin*innen der Rhein-Erft-Kreis Kommunen, gestern im EkoZet. „Die Mitarbeitenden des Rhein-Erft-Kreises zu diesem wichtigen Thema zu informieren sehen wir als unsere Aufgabe“, so Rüdiger Warnecke, der Geschäftsführer es EkoZet, „wir freuen uns über den regen Zuspruch und das gute Feedback zu unserer Veranstaltung“.

Warum und wie Klimaschutz in der Bauleitplanung?
Eine zielgerichtete Bauleitplanung ist für den beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien unerlässlich, insbesondere durch Ausweisung geeigneter Gebiete im Flächennutzungsplan und effiziente Planungsprozesse. Außerdem verfügt die Bauleitplanung über zahlreiche Möglichkeiten, um die Stadt- und Ortsentwicklung möglichst klima- und umweltfreundlich zu gestalten, zum Beispiel durch Festsetzungen zur Nutzung klimafreundlicher Energieformen im Bebauungsplan, wie z. B. die verstärkte Ausweisung von Flächen für die Produktion Erneuerbarer Energien, allen voran Windkraft und Freiflächen-Photovoltaik.

Praxisbezug und aktuelle Themen
Diese komplexen Themen, Besonderheiten und Neuerungen brachte Andrea Murauer den Teilnehmenden verständlich und kurzweilig näher, so dass auch diejenigen die in Ihrem Arbeitsalltag weniger Berührungspunkte mit der Bauleitplanung haben, einen Überblick gewinnen konnten. Auch die anwesenden Stadtplaner*innen, die sich mit dieser Materie häufiger beschäftigen, konnten von der Aktualität und dem Praxisbezug der Referentin profitieren. Von großem Interesse waren die Möglichkeiten der Implementierung von Freiflächen- und Agri-Photovoltaik, hier tauschten sich die Teilnehmenden der Kommunen eifrig aus.

Ein großer Dank geht an die Referentin Andrea Murauer (Kommunal Agentur NRW) und den Klimanetzwerkerinnen Astrid Mühlenbrock und Marion Marschall-Meyer von der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz, NRW.Energy4Climate, als Mitveranstalter.