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Vier Adventsgeschichten aus dem Rhein-Erft-Kreis. Wie Schulen, Handwerk, Bürger*innen und Genossenschaften die Transformation vor Ort gestalten

Foto: EkoZet | Mirène Schmitz Photography

Kerpen-Horrem, 17.12.2025. Die Energiewende im Rhein-Erft-Kreis ist längst Realität: Familien erzeugen ihren eigenen Strom, Auszubildende lernen Energiesysteme zu verstehen, Handwerksmeister geben ihr Wissen weiter, Bürger*innen gründen Energiegenossenschaften. Das EkoZet stellt in seinen Social-Media-Kanälen eine Adventsreihe mit vier Geschichten vor, die zeigen, wie vielfältig die regionale Energiewende bereits gelebt wird.

Advent als Erzählrahmen – vier Geschichten, ein gemeinsamer Weg

Der Advent lädt dazu ein, innezuhalten – und den Blick auf das zu richten, was im Alltag oft untergeht. Für das Energie-Kompetenz-Zentrum Rhein-Erft-Kreis (EkoZet) ist dies der richtige Moment, um vier Geschichten zu erzählen, die zeigen: Die Energiewende ist längst da. Sie passiert hier. Konkret. Vielfältig. Und von vielen getragen.

In den vier Adventssonntagen führt das EkoZet in seinen Social-Media-Kanälen durch unterschiedliche Lebenswelten im Rhein-Erft-Kreis: In ein Berufskolleg, wo Auszubildende lernen, Energiesysteme zu verstehen. In einem Haushalt, in dem die Sonne heute für die Stromversorgung arbeitet. Zu einem Handwerksmeister, der im Dialog mit Bürger*innen Wissen vermittelt und Wege zur klimafreundlichen Energieversorgung aufzeigt. Und zu einer Bürgerenergiegenossenschaft, in der Menschen gemeinsam anpacken.

Jede Geschichte steht für sich – und doch gehören sie zusammen. Sie machen sichtbar, was Beratung, Wissenstransfer und gemeinschaftliches Engagement im Alltag bewirken können. Und sie zeigen: Die Energiewende im Rhein-Erft-Kreis wird von vielen Schultern getragen.

 

Bildung, die Zukunftskompetenzen schafft

Den Auftakt macht das Adolf-Kolping-Berufskolleg in Horrem – eine Schule, die seit vielen Jahren eng mit dem EkoZet zusammenarbeitet. Lehrkräfte und Schüler*innen nutzen den Lernraum, um das zu erleben, was im Klassenzimmer oft abstrakt bleibt: Heizsysteme, PV-Module und Energieeffizienz zum Anfassen, Ausprobieren und Verstehen.

Simon Fassbender kennt diesen Ort genau. Seit mehr als zehn Jahren kommt der Lehrer mit seinen Klassen hierher. „Was unsere Auszubildenden im EkoZet praxisorientiert erleben und lernen, ergänzt den Unterricht ideal“, sagt er. „Sie verbinden theoretisches Wissen mit praktischen Anwendungen und entwickeln dabei Kompetenzen, die sie im Beruf wirklich brauchen.“

Die Zusammenarbeit geht weit über einzelne Unterrichtsstunden hinaus: Von gemeinsam entwickelten Modulen bis zu europäischen Projekten zeigt sich hier, wie berufliche Bildung Fachkräfte stärkt und den Strukturwandel im Rheinischen Revier aktiv unterstützt.

 

Energie, die zuhause beginnt

Am 2. Advent begegnen wir einer Familie aus dem Rhein-Erft-Kreis, die nach einer EkoBeratung im EkoZet einen entscheidenden Schritt gegangen ist: Sie haben sich für eine Photovoltaikanlage mit Stromspeicher entschieden. „Inzwischen arbeitet die Sonne für uns“, schrieb Hubert Möllering in seiner Dankeschön-Mail.

Was als Frage begann – Wie können wir unsere Energiekosten senken und gleichzeitig etwas fürs Klima tun? – wurde zur konkreten Lösung. Die Familie Möllering steht stellvertretend für viele Bürger*innen im Rhein-Erft-Kreis, die ihre Energieversorgung heute selbst in die Hand nehmen: mit erneuerbaren Energien, mehr Transparenz und einem wachsenden Bewusstsein für Effizienz und Kostenersparnis.

Ihre Geschichte zeigt: Niedrigschwellige Energieberatung schafft Orientierung und macht nachhaltige Entscheidungen möglich, die sich lohnen. Für den Geldbeutel und für die Zukunft.

 

Starke Partner für den Strukturwandel: Das Handwerk im Rhein-Erft-Kreis“

Im dritten Adventsbeitrag rückt das EkoZet eine Perspektive ins Rampenlicht, die für den Rhein-Erft-Kreis entscheidend ist: das Handwerk als Motor des sozial-ökologischen Strukturwandels. Die Region steht vor tiefgreifenden Veränderungen und genau dort, wo praktische Erfahrung auf technisches Können trifft und Fachleute direkt mit Menschen im Austausch stehen, entstehen die wichtigsten Impulse für die Energiewende.

Ein Beispiel dafür ist der EkoStammtisch ein Format, das seit vielen Jahren Handwerksprofis und Bürger*innen zusammenbringt. Regional ansässiger Heizungs- und Sanitärmeister Peter Kaspar, ist von Anfang an dabei. Bei Veranstaltungen zu Solarthermie, Wärmepumpen und klimafreundlichen Heizsystemen teilt er sein Wissen, praxisnah, verständlich und im Dialog. „Strukturwandel braucht starke Partner. Wenn wir die Energiewende vorantreiben wollen, geht das nur gemeinsam“, sagt er.

Sein Beispiel zeigt, wie Wissenstransfer im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung gelingen kann: nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe.

Zugleich wird deutlich: Die Zukunft des Handwerks liegt in den Händen der nächsten Generation. Viele Betriebe im Rhein-Erft-Kreis investieren gezielt in Ausbildung und Klimaschutzkompetenzen. Junge Menschen lernen nicht nur ein Handwerk, sie werden befähigt, die Energiewende aktiv mitzugestalten und die Region nachhaltig zu prägen.

Genau hier setzt das EkoZet an: als Anlaufstelle für Qualifizierung, Beratung und Wissenstransfer und als Ort, an dem Strukturwandel gemeinsam gedacht wird.

 

Bürgerenergie als Gemeinschaftsprojekt

Zum Abschluss richtet sich der Blick auf ein Projekt, das zeigt, wie Energiewende von unten funktioniert: die Bürgerenergiegenossenschaft WirEnergie Rhein-Erft eG. Hier schließen sich Menschen aus der Region zusammen, um gemeinsam erneuerbaren Strom zu erzeugen und die Energiewende selbst in die Hand zu nehmen.

Was die Genossenschaft besonders macht? Sie teilt nicht nur Verantwortung, sondern auch Chancen. Bürger*innen werden zu Mitgestalter*innen ihrer Energieversorgung, regional verankert, gemeinschaftlich organisiert und mit klarem Ziel vor Augen: eine nachhaltige Zukunft für den Rhein-Erft-Kreis.

Das EkoZet begleitet die Initiative von Anfang an: durch Beratung, fachlichen Austausch und als Vernetzungsort für alle, die anpacken wollen. Ein Beispiel dafür, wie Partnerschaften regionale Transformation möglich machen und wie aus einer Idee gelebte Bürgerenergie wird.

Gemeinsam. Regional. Zukunftsfähig.

 

Ein gemeinsamer Blick nach vorn

Vier Geschichten, vier Perspektiven – und doch ein gemeinsames Ziel: eine nachhaltige, dezentrale und zukunftsorientierte Energieversorgung im Rhein-Erft-Kreis. Ob in der Familie Möllering, die ihre Energie selbst erzeugt. Im Klassenzimmer des Adolf-Kolping-Berufskollegs, wo junge Menschen lernen, Energiesysteme zu verstehen und mitzugestalten. In den Stammtischen, die Peter Kaspar im EkoZet leitet, wo Handwerk und Klimaschutz Hand in Hand gehen. Oder in der Bürgerenergiegenossenschaft WirEnergie, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen, überall entstehen konkrete Beiträge zur regionalen Energiewende.

Das EkoZet begleitet diese Entwicklungen seit vielen Jahren: als außerschulischer Lernort, Beratungsstelle und regionale Fachinstitution. Die Adventsreihe macht sichtbar, wie vielfältig die Energiewende vor Ort bereits gelebt wird und wie unverzichtbar Austausch, Wissen und gemeinsames Handeln dabei sind. Die Energiewende ist keine ferne Zukunft. Sie passiert jetzt. Hier. Gemeinsam. Die vier Geschichten finden Sie auch auf Facebook, Instagram und LinkedIN. Folgen Sie uns auch hier.

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